
Kurz gesagt: Die eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Marokkos reichen von den Gärten und Palästen Marrakeschs über die Lehmburg Aït-Ben-Haddou bis zu den Sanddünen von Erg Chebbi und den römischen Ruinen von Volubilis. Diese Übersicht bündelt die Highlights, jedes mit Link zu unserem ausführlichen Reiseführer.
Zwischen Wüste, Atlas und Atlantik hat Marokko eine außergewöhnliche Dichte an Sehenswürdigkeiten – von Weltkulturerbe über Naturwunder bis zu lebendigen Plätzen, die selbst zur Attraktion werden. Wir haben die Höhepunkte zusammengestellt, damit Sie bei der Planung nichts Wichtiges übersehen.
Die Gärten und Paläste von Marrakesch
In Marrakesch verzaubert der kobaltblaue Jardin Majorelle, einst von Yves Saint Laurent vor dem Abriss gerettet und heute mit einem Berbermuseum verbunden. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich das 77 Meter hohe Minarett der Koutoubia-Moschee, das Wahrzeichen der Stadt. Der prunkvolle Bahia-Palast mit seinen bemalten Decken und blühenden Innenhöfen zeigt, wie die Elite des 19. Jahrhunderts residierte.
Djemaa el-Fna – Bühne unter freiem Himmel
Der Platz Djemaa el-Fna ist das pulsierende Herz Marrakeschs und zählt zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Tagsüber tummeln sich hier Schlangenbeschwörer, Wasserverkäufer und Henna-Künstlerinnen; nach Sonnenuntergang verwandelt sich der Platz in einen riesigen Freiluft-Markt mit dampfenden Garküchen. Ein Erlebnis für alle Sinne – am besten von einer der Dachterrassen aus überblickt.
Aït-Ben-Haddou und die Wüste
Die Lehmstadt Aït-Ben-Haddou am Rand des Atlas war Kulisse zahlloser Filme und ist das Tor zum Süden. Von hier ist es nicht weit zu den goldenen Dünen von Erg Chebbi, die im Morgen- und Abendlicht ihre Farbe wechseln, und zur dramatischen Todhra-Schlucht, einem Paradies für Kletterer und Wanderer.
Handwerk und Geschichte in Fès und Meknes
In Fès beeindruckt die prunkvolle Koranschule Ben Youssef mit ihrer filigranen Stuck- und Zedernholzarbeit – ein Höhepunkt maurischer Baukunst. Nahe Meknes liegen die besterhaltenen römischen Ruinen Nordafrikas: Volubilis mit seinen erstaunlich gut erhaltenen Mosaiken, Triumphbögen und Säulenstraßen erzählt von einer Zeit, als Marokko Teil des Römischen Reichs war.
Naturwunder: die Ouzoud-Wasserfälle
Im Mittleren Atlas stürzen die Ouzoud-Wasserfälle über hundert Meter in mehreren Kaskaden in die Tiefe – der höchste Wasserfall Nordafrikas. Regenbögen im Sprühnebel, wilde Berberaffen und kleine Bootsfahrten am Fuß der Fälle machen den Ort zu einem beliebten Tagesausflug von Marrakesch aus.
Wie plant man die Sehenswürdigkeiten am besten?
Viele Highlights lassen sich zu einer Route verbinden, statt sie einzeln anzusteuern. Wie das gelingt, zeigt unsere Übersicht der Marokko-Rundreisen. Wer lieber von einer Stadt aus Tagesausflüge unternimmt, findet die passenden Ausgangspunkte unter Städte in Marokko. Alle Attraktionen im Überblick bündelt der Hub Sehenswürdigkeiten in Marokko.
Unser Tipp: Für die Medinas und Souks lohnt ein ortskundiger Guide – er öffnet Türen, die Individualreisenden verschlossen bleiben, und bewahrt vor Umwegen. Wann welche Region am schönsten ist, klärt unser Ratgeber zur besten Reisezeit.