Die Hauptstadt Marokkos ist Rabat, die mit 1,6 Millionen Einwohnern
nach Casablanca die zweitgrößte Stadt des Landes ist.
Die
Entstehung Rabats begann mit der Erbauung einer Klosterburg, die als Ribat
bezeichnet wird. Da sich immer mehr Leute hier ansiedelten, wurden weitere
Wohnmöglichkeiten um die Klosterburg geschaffen.
Anschließend im 11. Jahrhundert wurde am anderen Ufer des
Mündungsgebietes Bou-Regreg die Stadt Sale gegründet, die aber nicht lange nach
ihrer Gründung von den Almohaden Abd-Al Mumin und seinen Getreuen zerstört
wurde. Abd Al-Mumin widmete sich danach dem Ausbau Rabats.
Der Kalif
Yaqub al-Mansur, der von 1184 bis 1199 lebte, ließ eine über 5 Kilometer lange
Stadtmauer bauen und machte Rabat zur Hauptstadt seines Kalifen-Reiches. Nach seinem
Tod wurde die Residenz der Regierung dann aber nach Marrakesch verlegt. Der
anschließende wirtschaftliche Aufschwung im 17. Jahrhundert wurde vor allem durch
das mitgebrachte Wissen der moriskischen Flüchtlinge, die nach Rabat und Sale kamen,
ermöglicht. Nach der Blütezeit kam es dann aber zu viel Piraterie und
mehrfachen Besetzungen durch Alawiden.
Schließlich wurde die Lage für
Rabat und Sale durch das französische Protektorat verschlimmert. Dennoch kehrte
etwas Ruhe in die vorher angespannte Lage ein. Das französische Militär beschloss
dann Marrakesch zu dem Hauptverwaltungsitz Marokkos zu machen. Der Sultan abd al-Hafiz
wechselte daraufhin seinen Sitz von dem in Fes zu Rabat. Heute kann man anhand vieler Sehenswürdigkeiten sich ein Bild von der
damaligen Zeit und der besonderen Historie Marokkos machen.