Die Stadt Marrakesch wird auch als „Perle des Südens“ bezeichnet. Sie
befindet sich im Südwesten Marokkos und hat etwa 820.000 Einwohnern .
Die Stadt wird im Norden vom Hohen Atlas umgeben und zählt mit Fes, Meknes und Rabat zu den Königsstädten Marokkos. Der Name der Stadt hat seinen Ursprung in der
Sprache der Berber und leitet sich von dem Namen des Staates Marokko ab.
Yusuf Ibn Tschfin, Führer der Berberdynastie der Almoraviden,
gründete die Stadt im Jahre 1062 n. Chr. und eroberte daraufhin Nordmarokko und
Andalusien. Anschließend machte er Marrakesch zur Hauptstadt seines Reiches.
Sein Sohn Ali Ben Youssouf baute die Stadt und seine Stadtmauer nach der Herrschaft
seines Vaters weiter aus, die bis heute noch erhalten geblieben ist.
Die
Almohaden eroberten, mit Ibn Tumart an der Spitze, im 12. Jahrhundert Nordmarokko
und im Jahre 1147 n. Chr. Marrakesch. Sie zerstörten sämtliche religiöse Symbole der
Almoraviden und erbauten die Koutoubia-Moschee. Nachdem ein großer Bürgerkrieg
in Marokko stattfand konnten die Meriniden im Jahre 1269 n. Chr. in Marrakesch
einmarschieren. Sie machten Fes zu ihrer Hauptstadt. Anschließend, im 16. Jahrhundert, regierten die Saaditen.
Ihr Hauptsitz war zu dieser Zeit Marrakesch.
Die nachfolgende herrschende
Dynastie waren die Alaouiten. Sie machten Fes zu ihrem Regierungsitz. Ihrem Ursprung
entstammt auch die heute herrschende Königsfamilie. Hinsichtlich der
Sehenwürdigkeiten ist die Altstadt Marrakeschs ein wichtiger Bestandteil der
marokkanischen Geschichte. Sie besitzt viele prachtvolle Bauwerke wie zum Beispiel die Kasbah aus
dem 12.Jahrhundert, die Ben-Jusuf-Medersa aus dem 14.Jahrhundert und auch die
Koutoubia-Moschee, die von der Unesco zum Weltkulturerber erklärt wurde.
Weltberühmt ist auch der jahrhundertealte Marktplatz Djemma el Fna, auf dem
sich neben Händlern viele Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler befinden.