Essaouira an der marokkanischen Atlantikküste

Die historische Hafenstadt an der marokkanischen Atlantikküste hat ca. 80.000 Einwohner.

Die verträumte Hafenstadt Essaouira

EssaouiraDer Name Essaouira bedeutet übersetzt „Die Vollendete“. Diesen Namen hat die Stadt zu Recht bekommen. Die heißen Temperaturen sind erträglich, weil stets eine frische Brise vom Atlantik her weht. Die außergewöhnliche Medina gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Früher war die Stadt auch unter dem Namen Mogador bekannt, wahrscheinlich geht dieser auf die Portugiesen zurück. Heute wird nur noch die vorgelagerte Insel so bezeichnet. Die Insel Mogador darf allerdings nicht betreten werden, da sie ein Vogelschutzgebiet ist. Die einzigartige Stadt Essaouira diente schon als Kulisse für mehrere Filme, Ridley Scott rekonstruierte hier das mittelalterliche Jerusalem für sein Werk „Königreich der Himmel“.

Anreise

Der Flughafen Mogador-Essaouira liegt ca. 15 km vom Zentrum der Stadt entfernt. Es verkehren regelmäßig Linienbusse. Einen Bahnhof gibt es nicht, aber Essaouira ist von allen größeren Städten aus mit dem Bus zu erreichen. Die besten Verbindungen gibt es nach Marrakesch, Agadir und El Jadida.

Geschichte

Die Phönizier gründeten schon im 7. Jh. v. Chr. eine Siedlung mit dem Namen Migdol an der Stelle des heutigen Essaouira. Diese wurde zunächst von den Puniern und später von den Römern erobert. Die Region blieb im Laufe der Jahrhunderte ein hart umkämpftes Gebiet.

Im 5. Jahrhundert n. Chr. fielen die Vandalen in die Stadt ein, sie mussten im darauf folgenden Jahrhundert ihre Herrschaft allerdings wieder an die Römer abtreten. Während des 7. bis 10. Jahrhunderts regierten Berberstämme in der Region. Im 11. Jahrhundert kamen schließlich die Almoraviden an die Macht.

Die Portugiesen eroberten im 15. und 16. Jahrhundert mehrere Küstenstädte am Atlantik. 1506 begannen sie mit dem Bau von Hafenbefestigungen und gaben der Festung an der Stelle des heutigen Essaouira den Namen Mogador.

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Schließlich konnten die Alawiden die Herrschaft über die Stadt erlangen. Im Jahre 1765 begann der Sultan der Dynastie, die Stadt großzügig zu erweitern. Essaouira wurde zum größten Seehafen Marokkos.

Während des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelte sich Essaouira zu einer bedeutenden Karawanenstadt mit großem Wohlstand. Durch ihre Lage war die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt. Doch als die Franzosen 1893 Timbuktu besetzten, wurden viele Handelsrouten unterbrochen. So verlor Essaouira im 20. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung für den Handel.

Seit 1967 wählten viele Hippies Essaouira als Reiseziel. Auch Jimi Hendrix hielt sich einige Tage in der bezaubernden Stadt auf.

Sehenswürdigkeiten

Scala de la Kasbah

Scala de la Kasbah

Die Medina von Essaouira ist außergewöhnlich, da sie weitgehend symmetrisch gebaut wurde. Seit 2001 zählt sie zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auf der Scala de la Kasbah kann man Kanonen aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern. Von der Festung aus genießt man zudem eine einzigartige Aussicht.

Auf keinen Fall verpassen sollten Sie das Museum Sidi Mohamed Ben Abdallah. Zu den Ausstellungsstücken zählen Waffen, Kleidung, Schmuck, Musikinstrumente, Kunsthandwerk und vieles mehr. In dem Museum wird die Geschichte der Stadt lebendig. Außerdem werden Flora und Fauna der Region anschaulich präsentiert. Es gibt mehrere Kunstgalerien in der Städt, die vor allem Werke marokkanischer Künstler ausstellen.

Auch der Fischereihafen von Essaouira ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Hier kann man zuschauen, wie Boote nur aus Holz mit der Hand gefertigt werden. Die Stadt ist außerdem berühmt für Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus Sandarakholz.

Freizeit-Tipps

Am Strand von Essaouira gibt es eine Surfschule, die Surfen und Kitesurfen anbietet. Man kann auch Kamele für einen Ausritt am Strand mieten.

Am Hafen kann man fangfrischen Fisch und köstliche Meeresfrüchte zu günstigen Preisen genießen. Beim Essen kann man den Fischern beim Flicken ihrer Netze zuschauen.

Jedes Jahr im Juni findet in Essaouira das Musikfestival der Gnawa statt. Das Spektakel, wenn die Gnawa mit ihren traditionellen Instrumenten ihre Musik anstimmen, ist beeindruckend.

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