Die Stadt Casablanca liegt etwas südlich von Rabat an der Atlantikküste und ist mit 2,8 Millionen Einwohnern die größte Stadt
Marokkos.
Seit dem 8. Jahrhundert war die Fläche, auf der
sich heute Casablanca befindet, eine Siedlung Namens Anfa. Diese entsprang dem
Berberreiches der Berghouta und endete durch die Eroberbung der Almohaden im 12.
Jahrhundert.
In den nächsten Jahrhunderten, die darauf folgten entwickelte sich
die Stadt zu einem sehr gefürchteten Piratenstützpunkt. Diesen versuchten die
Portugiesen im 16. Jahrhundert wieder einzunehmen, was ihnen im Jahr 1575 auch
gelang. Dadurch bekam die Anfa-Siedlung den Namen „Casa Branca“. Ein Erdbeben
verwüstete die Stadt dann anschließend im Jahre 1775 n. Chr. Diese liess der
Alaouiten-Sultan Muhammad bin Abdallah wieder aufbauen. Er war verantwortlich für
die Errichtung einer Moschee, von öffentlichen Bädern und eine Theoloischule, die
als Medresa bezeichnet wird.
Mitte 19.Jahrhunderts siedelten sich viele
spanische Händler dort an und gaben ihr ihren heutigen Namen. Sie löste Tanger als
wichtigste Hafenstadt ab. Unter dem französischen Protektorat wurde sie dann
anschließend als Wirtschaftsstandort weiter im industriellen Bereich ausgebaut.
Heute befinden sich 70 Prozent der marokkanischen Industrie und des Seehandels
in Casablanca. Dieser ist auch zum größten Teil maßgebend für die Expansion der
marokkanischen Wirtschaft. Der Hafen spielte besonders im 2.Weltkrieg eine wichtige Rolle als hier
im Jahre 1943 ein Gipfeltreffen zwischen Churchill und Roosevelt stattfand.
Sehr wichtig für die marokkanische Infrastruktur ist aber auch der Rangierbahhof beim Hafen und der Flughafen Casablancas, der
sich im Süden der Stadt befindet. Große Popularität erreichte die Stadt vor
allem durch den gleichnamigen Film „Casablanca“ in dem Humphrey Bogart mitspielte.
Der Film wurde aber nicht in Casablanca gedreht.