Reiseziel Provinz Tata in Marokko

Die Provinz Tata liegt im südlichen Marokko an der Grenze zu Algerien.

Die Provinz in den Ausläufern des Anti-Atlas

Oase in TataDie 20.000 km² große Provinz ist nur dünn besiedelt, lediglich 130.000 Menschen leben hier. Die Provinzhauptstadt trägt ebenfalls den Namen Tata. Die Ausläufer des Anti-Atlas-Gebirges prägen das Landschaftsbild. Teils ist das Gelände flach, teils voller Hügel. Die Ebenen sind mit Steinen gespickt, während in den Höhenlagen Felslandschaften vorherrschen, in denen es einige wenige fruchtbare Täler mit Oasen gibt.

Im Sommer kann es in der Provinz Tata bis zu 40° C warm werden und im Winter herrschen tagsüber noch Temperaturen von 25-30° C. Ein trockenes, fast wüstenartiges Klima bestimmt das Leben in der Region. Es gibt so gut wie keine Niederschläge, so dass das lebensnotwendige Wasser aus Brunnen hoch gepumpt werden muss.

In Tata gibt es keine Industrie. Die Menschen leben vorwiegend von den Transfergeldern der Migranten, außerdem von Oasenwirtschaft, Handel, Kleinhandwerk und ein wenig vom Tourismus.

Provinzhauptstadt Tata

Die Oasenstadt liegt südlich des Atlas auf einer Höhe von 950 m und hat etwa 17.000 Einwohner. Die meisten davon sind Berber. Tata ist ein wichtiges Verwaltungszentrum im Süden Marokkos. Wegen der nahegelegenen algerischen Grenze ist die Stadt auch ein wichtiger Militärstandort. Ein Luftwaffenstützpunkt befindet sich 20 km westlich der Stadt. Dieser wird aber auch zivil genutzt, so dass sich die Anreise nach Tata einfach gestaltet.

Im Norden von Tata liegen mehrere fruchtbare Oasen, die ein wundervolles Ausflugsziel sind. Von Januar bis März kann man die Gemüse- und Getreidefelder in ihrer vollen Pracht bewundern. Eine besondere Sehenswürdigkeit stellen die Petroglyphen in der Nähe der Stadt dar. Die in den Fels geritzten Tierdarstellungen sind schätzungsweise 5.000-20.000 Jahre alt. Auch abstrakte Figuren finden sich unter den Darstellungen. Um die Petroglyphen zu finden, benötigen Sie auf jeden Fall einen ortskundigen Führer.

Oasenstadt Akka

Akka liegt ca. 60 km südwestlich von Tata. Die Kleinstadt hat etwa 7.500 Einwohner, die fast ausschließlich Angehörige von Berberstämmen sind. Die Menschen lebten früher von der Selbstversorgung. Auch heute noch spielt die Oasenwirtschaft die wichtigste Rolle im Leben der Bevölkerung, allerdings können durch die verbesserte Infrastruktur nun auch regionale und überregionale Märkte genutzt werden, um die in der Stadt erzeugten Lebensmittel zu verkaufen. In Akka werden hauptsächlich Dattelpalmen angebaut, daneben werden Oliven, Weintrauben, Granatäpfel, Feigen, Getreide und Gemüse kultiviert.

Die Palmenoase wurde wahrscheinlich schon in der Frühzeit von Jägern und Sammlern genutzt. Jahrhunderte später ließen sich Nomaden hier nieder und wurden sesshaft. Während des Mittelalters entwickelte sich Akka zu einem wichtigen Karawanenort.

Schon die Wohnhäuser im Zentrum von Akka sind eine Sehenswürdigkeit für sich, denn ihre Arkadenvorbauten, die Schutz vor der Sonne bieten, sind in Marokko eine Rarität. In dem Vorort Azro stehen die Ruinen einer Kasbah aus dem 19. Jahrhundert sowie ein Agadir. 8 km im Norden von Akka befindet sich das Dorf Agadir Amghar, in dem der 10 m hohe Stumpf eines Minaretts zu finden ist. Die Almohaden haben jenes im 12. oder 13. Jahrhundert errichtet und mit einem außergewöhnlichen Rautenmuster verziert.

In der Nähe der Felsschlucht von Targannt gibt es mehrere Felszeichnungen. Da sie schwer zu finden sind, sollte man einen Ortskundigen als Führer engagieren. Dasselbe gilt für die Petroglyphen, die in Oum el Alek 7 km östlich von Akka entdeckt wurden.

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