Der König von Marokko

Der aktuelle König von Marokko ist Mohammed VI., der am 21. August 1963 in Rabat geboren wurde.

Mohammed VI.

marokko-mohammed-viEr ist der Sohn des verstorbenen Hassan II. und gehört der Alawiden-Dynastie an. Im Gegensatz zu seinem Vater geht er einer gemäßigteren Politik nach und versprach kurz nach seinem Amtsantritt eine Verbesserung der Wirtschaft.

In seiner Laufbahn schloss er im Jahre 1985 sein Jurastudium mit dem Bachelor of Arts ab. Seine Promotion legte er anschließend im Jahre 1993 an der französischen Universität „Universite Nice-Sophia Antipolis“ ab.
Im Jahre 2002 heiratete er dann schließlich die Informatik-Ingeneurin Salma Bennani und erhob sie in die Postion der Prinzessin, was zum ersten Mal im Laufe der marokkanischen Geschichte vorkam. Mit Kronprinz Mulai Hassan und Tochter Lalla Khadija haben sie heute 2 Kinder.

Politik

Eine Verbesserung der Wirtschaft will er vor allem durch den Kampf gegen Armut und Korruption und durch die Sicherung der Menschenrechte gewährleisten. Hierzu gehört auch die Familienreform, die mehr Rechte für Frauen verspricht. Sie trat in dem Jahre 2004 in Kraft, was neben der Modernisierung hauptsächlich bei den islamischen Fundamentalisten für Verärgerung sorgte. Diese Vorgehensweise in der Politik lässt sich vor allem auf seine Weltoffenheit und seine Liberalität zurückführen, die er sich im Laufe seines Lebens aneignete.

Handlungsweise nach dem Arabischen Frühling

König Mohammed VI. kündigte nach den Ereignissen des Arabischen Frühlings im März 2011 an, dass er die Verfassung reformieren werde. Er möchte, dass Marokko eine parlamentarische Monarchie wird. Derzeit ist es eine konstitutionelle Monarchie und der König praktisch der absolute Herrscher. Außerdem möchte er seine Stellung als geistliches Oberhaupt von Marokko aufgeben.

Am 1. Juli 2011 gab es eine Wahl bezüglich der Verfassungsänderung, die auch eine Teilung von Judikative und Exekutive vorsieht. 98% der Wähler stimmten einer Änderung der Verfassung zu. Am 25. November fanden vorgezogene Parlamentswahlen statt, an der sich trotz Boykottaufrufen einiger oppositioneller Gruppen 45% der Wahlberechtigten beteiligten.