Wie in vielen anderen Königreiche und Kaiserreich, wurde auch Marokko
von vielen Dynastien beherrscht.
Die erste Dynastie waren die
Idrisiden, die auch die erste arabische Dynastie des westlichen Teils der Maghrebs
von 788 bis 985 waren. Sie werden heute als Gründer des eigenständigen Staates
Marokko bezeichnet.
Anschließend kontrollierten die Maghrawiden von 987 bis 1070 das
Gebiet des heutigen Marokko. Die Hammadiden, eine Dynastie im östlichen Teil
Algeriens, verwalteten Gebiete Nordmarokkos von Algier aus in den Jahren 1052 bis
1147. Danach herrschten die Berberdynastie der Almoraviden, die es geschafft
hat während ihrer Zeit nicht nur Marokko, sondern auch Gebiete von Algerien und ganz
Andalusien in Besitz zu nehmen.
Abgelöst wurden sie durch die Almoraviden
der Berberdynastie, die in der Zeit von 1147 bis 1269 herrschten. Sie führten viele
Feldzüge auch außerhalb Marokkos und besetzten Andalusien und die algerischen
Gebiete, die zuvor unter Kontrolle der Hammadiden standen.
Die Meriniden
waren die nächsten Herrscher, die ebenfalls zur Berberdynastie gehörten und von 1244
bis 1464 Marokko kontrollierten. In dieser Zeit gab es aber viel Unruhen und Auschreitungen im
Land, die bis in die Zeit der nachfolgenden Dynastie der Wattasiden anhielten. Sie
herrschten von 1465 bis 1549. Zu dieser Zeit musste das Land viel Macht und
eroberte Gebiete abgeben, worunter die nachfolgende Dynastie der Saadier leiden
mussten. Sie waren als erste Scharifen-Dynastie bekannt. In ihrer
Regierungszeit von 1549 bis 1664 eroberten sie Agadir zurück und setzten sich gegen die Osmanen stark zur Wehr. Nach den Saadier
folgte die bis heute regierende Dynastie der Alawiden, die bis in die heutige Zeit
ihre Macht erhalten konnte.