Ab 1666 stand Marokko unter der Herrschaft der Dynastie der Alawiden, deren Abstammung zu al-Hassan, dem Enkel des Propheten Muhammas, zurückzuführen ist.
Deswegen werden sie auch als Scherifen bezeichnet. Mulai Ismail (1672-1727) begann Marokko unter dem Widerstand der Stämme Nord- und Südmarokkos wieder zu vereinen und stellte Armeen aus schwarzafrikanischen Sklaven her.
Somit schlug er die Engländer aus Tanger und die Spanier aus Larache zurück, die nach seinem Tod aber wieder eindrungen und millitärische und politische Machtkämpfe verursachten. Marokko geriet in dieser Zeit immer mehr in den Einfluss der damaligen großen europäischen Mächte und verlor deswegen seine Stabilität.
Ab dem Jahre 1859 n. Chr. versuchten die Alawiden die marokkanische Wirtschaft durch Handelsverträge mit Europa und den U.S.A wieder anzukurbeln. Militär und Verwaltung wurden dadurch besser und die Beduinen-und Berberstämme konnten nicht mehr Unruhen stiften.
Nach dem Krieg Marokkos gegen Spanien, in den Jahren 1859 und 1860, gewann Frankreich einen sehr großen Einfluss auf die marokkanische Gebiete.
Aber auch das Deutsche Reich startete Offensiven wegen territorialen Interessen, weswegen es zu der 1. Marokkokrise im Jahr 1905 n. Chr. und zur 2. Marokkokrise im Jahr 1911 kam. Frankreichs Kontrolle war dadurch nicht gefährdet, weswegen Marokko keine andere Wahl blieb und gegen Ende 1912 das französische Protektorat anerkennen musste.